Vertreter der Pilar Fathers treffen Unterstützer der Indienhilfe Pater Franklin e.V. in Hagenbach.
Wie geht es Pater Franklin? Und wie wird sein Lebenswerk künftig fortgeführt? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Treffens der Indienhilfe Pater Franklin e.V. mit Vertretern der Pilar Fathers aus Indien in Hagenbach.
Vor rund 50 Jahren gründete Pater Franklin in Bhopal sein Kinderhilfswerk. Seit fast ebenso langer Zeit unterstützt die Indienhilfe Pater Franklin e.V. seine Arbeit von Deutschland aus. Dem Verein gehören Initiativen und Einrichtungen aus der Region Hagenbach und Rülzheim, der Verein „Fröhliches Kunterbunt e.V.“ sowie die Domschule in Osnabrück an. Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Hubert Borger und angesichts des hohen Alters des inzwischen 86-jährigen Paters galt es, die Zukunft der Hilfsprojekte zu sichern.
Aus Indien reisten Fr. Steevan, stellvertretender Generaloberer der Pilar Fathers, Fr. Victor, Provinzial der Provinz Kalkutta und verantwortlich für die Arbeit in Bhopal, sowie Fr. Julius aus Augsburg an. Ihnen gegenüber standen die Vorstandsmitglieder der Indienhilfe Pater Franklin e.V., F. X. Scherrer, Dr. Wolfgang Menesklou und Kerstin Köhler, außerdem Hans-Erich Klein vom Verein „Fröhliches Kunterbunt e.V.“ sowie Sabine Müller, Schulleiterin der Domschule Osnabrück.
Die erste Nachricht war erfreulich: Pater Franklin hat sich nach längerer Krankheit gut erholt. Er besucht wieder regelmäßig „seine Kinder“ in Schulen und Hostels und feiert Gottesdienste. Besonders bewegte die Teilnehmer, dass er seinen Lebensabend in Bhopal bei den Menschen verbringen darf, denen er sein Leben gewidmet hat.
Die Verantwortlichen der Pilar Fathers versicherten, dass Pater Franklins Arbeit in seinem Sinne weitergeführt wird. Bereits heute tragen Father Agnel, Fr. Alexander und Fr. Isaac gemeinsam Verantwortung für die Schulen, Hostels, Kindergärten sowie die Lepra- und Krankenstationen. „Wir werden die Arbeit mit derselben Überzeugung fortsetzen“, betonten Fr. Steevan und Fr. Victor.
Auch die Indienhilfe Pater Franklin e.V. wird ihre Unterstützung fortsetzen und in Kürze einen neuen Vorstand wählen. Zugleich sollen neue Wege gefunden werden, um angesichts sinkender Spendeneinnahmen weitere Unterstützer zu gewinnen.
Einigkeit bestand darüber, dass der Name „Pater Franklin“ auch künftig für die Hilfsprojekte stehen soll. Zudem wollen künftig wieder regelmäßig Vertreter der Pilar Fathers nach Deutschland kommen, um über die Entwicklung in Bhopal zu berichten und den persönlichen Kontakt zu den Förderern zu pflegen.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Transparenz. Da die Vereinsarbeit ausschließlich ehrenamtlich erfolgt, fließen die Spendengelder vollständig in die Projekte der Pilar Fathers in Indien, vor allem aber nach Bhopal; die geringen Verwaltungskosten werden über die Mitgliedsbeiträge gedeckt. Genau deshalb arbeitet die Domschule Osnabrück mit der Indienhilfe Pater Franklin e.V. zusammen. Künftig sollen konkrete Projektvorschläge aus Bhopal eine noch gezieltere Förderung ermöglichen.
Das Treffen machte deutlich: Die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen den Pilar Fathers und der Indienhilfe Pater Franklin e.V. steht auf einem soliden Fundament. Gemeinsam wollen beide Seiten dafür sorgen, dass Pater Franklins Lebenswerk auch in Zukunft den Kindern und Familien in Bhopal zugutekommt.
20.07.2026, Sabine Müller