Teatime in Hastings and heavy rains in London

Wenn ich an Hastings 2019 zurückdenke, fällt mir zuerst die Teatime ein und dann die wolkenbruchartigen Regenfälle in London am 24.09.2019, als sich die Themse in eine stinkende Kloake verwandelte. Leider waren viele Regenjacken nicht tauglich für diese Art von Regen. Naja, und da niemand den ganzen Tag in Gummistiefeln laufen kann, waren eure trainers auch pitschnass. Thank God, vormittags konnten wir unsere Tour zu Fuß durch Westminster, dem Regierungsviertel Londons, ab den Houses of Parliament mit dem ewig eingepackten Big Ben über Whitehall, an 10 Downing Street, dem Amts- und Wohnsitz von Großbritanniens Premierministers (derzeit crazy Boris Johnson- dem Brexit-Verfechter)und den Horse Guards vorbei, durch den St. James‘ s Park (mit den Aggro-Squirrels) zum Buckingham Palace mit Endpunkt Green Park fast trocken unternehmen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Lehrkräfte augenscheinlich „taub“ sind auf ständiges Fragen wie etwa Wie lange gehen wir noch? oder Haben wir heute noch Freizeit? Diese gefühlte Dauerschleife verarbeiten wir in unseren Träumen. Nur, dass ihr es auch wisst. Die Freizeit folgte ab Green Park. Das hieß für die meisten von euch SHOPPEN, sei es im Hard Rock Café, an der Oxford Street oder Regent Street. Uns kam zu Ohren, dass sich eine Gruppe zum Leicester Square vorwagte, um die M&M’s World zu stürmen. Den Abschluss des Tages krönte unsere Fahrt im London Eye, nach besagtem Unwetter. Ein traumhaftes Farbenspiel am Himmel mit Sonne und Wolken und unter uns die braune Themse. What a day!

Wir haben natürlich auch Hastings und Brighton erkundet. An unserem zweiten Tag in London waren wir in Greenwich und sind auf dem nicht mehr stinkenden River Thames zurück nach Westminster geschippert. Nach dem Mittagessen in Covent Garden haben wir schließlich das Shakespeare‘s Globe Theatre besichtigt, wo ihr einen Theater-Workshop zu Shakespeare’s plays hattet. Ich frage mich, ob „meine“ Gruppe mittlerweile mal Google gefragt hat, wie es mit King Duncan, Macbeth und Lady Macbeth weiterging. Unsere Schauspielerin hat euch auf jeden Fall ziemlich neugierig gemacht. Richtig gut.

Bleibt noch die TEEEEEAAAATTTIIIIIIIIME zu benennen. Die interessante blonde Frau mit den auffallend langen und toupierten Haaren empfing uns mit dem obigen Aufruf, und zwar immer wieder bis alle an den schick eingedeckten Tischen saßen. Scones und strawberry jam standen ebenfalls schon auf dem Tisch. Die Situation war schon etwas spooky und die Spannung stieg. Letztlich war dies mein persönliches Highlight der Fahrt. In anschaulicher Weise habt ihr gelernt, wie früher Teatime gehalten wurde. Ihr wisst, wie man ordentlich am Tisch sitzt #sit upright, you’re not a tortoise, aren’t you, wie die Menschen gekleidet waren, wie man gesittet die Teetasse zum Mund führt, die Finger hält und trinkt #lady grey, wie man angemessen klatscht #butterflyclap. Etliche von euch sind ausgesprochen gute Tänzer und Tänzerinnen und hätten eine Teatime im 19.Jahrhundert mit Bravur gemeistert #teatime-sunhine. Ich fand uns drei Lehrerinnen beim Tanzen auch nicht schlecht, oder?

Aber die wichtigste message, die uns die elfenhafte Dame mitgab, dürft ihr niemals vergessen:

Save the polar bears, don’t kill the bees and eat more green!

Ein besonders großes Dankeschön geht an meine wunderbaren Begleiterinnen Sandra Igelbrink und Edith Jakubowski. Wir waren ein top Team! Eure Michaela Niermann