Umweltschule

Domschule Osnabrück – Wir sind Umweltschule

In unserer Schule erleben wir tagtäglich die Gemeinschaft, das was uns verbindet aber auch die Unterschiede, die unser Leben interessant machen. Nicht nur wir sind unterschiedlich und bereichern unsere Schule durch das, was wir können und das, was uns ausmacht. Diese Vielfalt ist allgegenwärtig und Grundlage unseres Lebens. In der regelmäßigen Begegnung, der Auseinandersetzung mit der Natur in unserer Umwelt und in dem Erkennen von wechselseitigen Beziehungen und Abhängigkeiten entwickeln unsere Schülerinnen und Schüler Wertschätzung und Verantwortung gegenüber sich und ihrer Umwelt. Dies ist die Grundlage für eine sozial gerechte, ökologische verträgliche und langfristig ökonomische gesellschaftliche Entwicklung im Sinne unserer christlichen Grundwerte. Umweltbildung wird so zu einem maßgeblichen Baustein, prägt als Querschnittsaufgabe den Fachunterricht und bietet Anlass zu handlungsbezogenen Projekten an unserer Schule. Hier sollen Schülerinnen und Schüler die Natur im direkten Lernumfeld erfahren und sie als schützenwert erleben. Sie sollen sich aktiv an Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz beteiligen und durch direkte Begegnung – im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung – ökologische, ökonomische und soziale Zusammenhänge begreifen und verstehen.

Um dieses Ziel zu erreichen, bringen sich alle Schülerinnen und Schüler in jahrgangsbezogenen Umweltprojekten ein und haben zusätzlich die Möglichkeit, sich freiwillig, im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts oder von Arbeitsgemeinschaften im grünen Bereich zu engagieren.

Aufgrund unserer Engagements im Bereich nachhaltiger Bildung sind wir als Umweltschule in Europa ausgezeichnet. Unsere Projektschwerpunkte liegen in den vergangenen Jahren in dem Handlungsfeld “Verantwortung voll konsumieren und mobil sein” sowie “Natur auf dem Schulgelände“. Unterstützt werden wir in diesem Bereich durch Freiwillige des FÖJ, die an unserer Schule ein ökologisches Jahr absolvieren.

Unsere Projekte im Zeitraum 2017 bis 2019

Die Handlungsfelder 1 und 2 setzen sich auch aus verschiedenen Projekten zusammen, mit denen wir unsere Ziele erreichen wollen. Diese Projekte sind zum Teil als verpflichtende und zum Teil als freiwillige Aktivitäten angelegt. So gelingt es, die ganze Schulgemeinschaft grundlegend einzubinden und zu aktivieren aber auch vom Interesse, der Kreativität und den Fähigkeiten einzelner als ganze Schule zu profitieren.

Hochbeete – Kräuter die Schulküche

Unter der Leitung von FÖJlerin Katrin Handel und mit tatkräftiger Hilfe durch Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 wurden gestiftete Eichenbohlen zu einem Hochbeet zusammengefügt. Seit dem Frühjahr 2018 werden hier erfolgreich Küchenkräuter für den Hauswirtschaftsunterricht angepflanzt.

Fahrradsalon der Domschule

Gegründet wurde die Schülerfirma Fahrrad-Salon im September 2006. Seitdem arbeiten in der Firma 10 bis 12 Schüler und Schülerinnen und engagieren sich im Nachmittagsangebot der Domschule für die fahrradgestützte Mobilität.

Mitarbeit im Peer-Projekt des RUZ im Naturpark Dümmer

Der Fahrradsalon der Domschule und die Schülerfirma Print und Design der Domschule engagierten sich in den Teilprojekten „Schlau mobil am Dümmer“ und bei der Dokumentation des Gesamtprojektes.

Reaktivierung des Lehmbackofens

Im Winterhalbjahr 2017/2018 wurde der große Lehmbackofen im grünen Klassenzimmer repariert und konnte im Frühjahr 2018 wieder in Betrieb genommen werden. Hier wird regelmäßig Brot und Pizza gebacken oder Popcorn hergestellt.

Nistkastenkamera

Um einen direkten Einblick in die Brut und Aufzucht von Jungvögeln zu bekommen, wurde im Werkunterricht von Herrn Röckers ein kameratauglicher Nistkasten angefertigt. Seit Januar 2019 hängt er an der Außenwand des H-Gebäudes und wartet auf neue Bewohner.

Nistkasten

Der Nistkasten an der Schulwand ist nun leer und wieder bereit, neue Bewohner aufzunehmen.

Aus den insgesamt neun gelegten Eiern unserer Kohlmeise sind nach zwei Wochen Brut kurz vor Ostern sieben Küken geschlüpft, von denen eins überlebt und es in die Natur geschafft hat. Dass so eine hohe Anzahl an Jungvögel nicht überlebt ist in der Natur nicht unüblich, nur selten wachsen alle der Jungen auf.

Die Küken werden in der Anfangszeit ihres Lebens mehreren Gefahren ausgesetzt. Kälte und ungünstige Witterungen erschweren unter Umständen die Aufzucht der Jungen. Gerade der Mai dieses Jahres war deutlich zu kalt. Um nicht auszukühlen müssen die Tiere viel mehr Energie aufwenden. Diese Energie fehlt ihnen allerdings, wenn sie nicht genug Nahrung finden, denn auch die Insekten, welche als Nahrung dienen, fliegen aufgrund der Kälte nur sehr vermindert in der Luft.

Vielleicht ist auch einer der Altvögel gestorben und die Brut musste durch einen einzigen Vogel gefüttert werden, der nicht genug Insekten fangen konnte.

Dies können einige Gründe dafür sein, warum nur ein Vogel es geschafft hat.

Jetzt wo der Nistkasten wieder leer ist, können wir uns darauf freuen, neue Bewohner zu empfangen. Vögel brüten nämlich mehrfach im Jahr.

Neugestaltung des Pavillongartens

Nach umfangreichen Beratungen und Planungen, um alle schulischen Gruppen in den Prozess miteinzubeziehen, haben im Winter 2018/2019 die praktischen Arbeiten begonnen. Der Arbeitskreis Umweltschule wird mit Hilfe von Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrganges, die sich in einer AG zusammengefunden haben, die Fläche vor dem Pavillon neu gestalten. Neben einer Trockenmauer, einer Hecke als Abgrenzung zu den Klassen, einigen Obstbäumen und Insektenhotels sollen Hochbeete zentrale Elemente dieses begehbaren Pausenraums werden. Die Betreuung der einzelnen Beete sollen Klassen oder Gruppen der Schule übernehmen. Anfragen interessierter gibt es bereits.

Die Arbeiten sollen bis zu den Sommerferien 2019 abgeschlossen sein.