Wand der Erinnerung und der Mahnung

Auch die Domschule beteiligt sich an dem Projekt „Zusammen gegen Antisemitismus“ der Schulstiftung im Bistum Osnabrück.

Wir haben in der Pausenhalle vor dem Lehrerzimmer eine "Wand der Erinnerung und der Mahnung" erstellt. Damit wollen wir an jüdische Kinder erinnern, die zur Zeit des Nationalsozialismus ungefähr so alt waren wie unsere Schülerinnen und Schüler es heute sind. Und wir wollen zeigen, dass vor Verfolgung niemand geschützt ist, egal, wie alt er ist.

Scherenschnitte symbolisieren unter der Überschrift „Sie waren Kinder. Schüler. Freunde.“ diese Jungen und Mädchen, die während des Nationalsozialismus in Osnabrück lebten und vertrieben oder ermordet wurden. Sie waren Mitschüler und Freunde, die plötzlich fehlten. Rote Scherenschnitte bedeuten: Diese Kinder haben überlebt. Schwarze und weiße zeigen: Diese Kinder wurden ermordet, weil sie Juden waren.

Unter jedem Scherenschnitt stehen einige Informationen zum Schicksal der Jungen und Mädchen.

Eine zweite Wand zeigt Fotos unter anderem von Schulklassen sowie Zitate von Schülerinnen und Schülern, in denen sie ihre Ausgrenzung und Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus zum Ausdruck bringen.

Unter der Überschrift „Und es hört nicht auf...“ werden antisemitische Vorfälle des Jahres 2019 von Januar bis Oktober aufgeführt. Damit wollen wir zeigen, dass Übergriffe gegen jüdische Mitbürger oder Einrichtungen wieder oder immer noch fast schon alltäglich sind.

Außerdem wird eine Diaschau mit Bildern aus der Zeit des Nationalsozialismus während der Unterrichtszeit gezeigt.

Erarbeitet und erstellt haben die Ausstellung zwei Kunst-WPK des Jahrgang 8 unter der Leitung von Frau Witt sowie der WPK Politik – Thema: Extremismus, Jg. 9 (Frau Hallmann). Unterstützt wurden wir außerdem von Herrn Thomas Jarvers, der unter anderem für die Diaschau verantwortlich ist.

Alle Informationen, Zitate und Texte über die jüdischen Kinder haben wir dem Buch „Stationen auf dem Weg nach Auschwitz: Entrechtung, Vertreibung, Vernichtung. Juden in Osnabrück 1900-1945" von Peter Junk und Martina Sellmeyer entnommen.

Unser besonderer Dank gilt Frau Sellmeyer für ihre freundliche Unterstützung.

Martina Hallmann