Hausaufgaben

Obwohl Hausaufgaben immer wieder Anlass zu verschiedenen Diskussionen bieten, bilden diese ein wichtiges Element im pädagogischen Konzept der Domschule. Hausaufgaben sind ein unverzichtbarer Baustein des Lernens an einer offenen oder teilgebundenen Ganztagsschule.

Grundlage unseres Konzeptes ist der Hausaufgabenerlass des MK vom 22.03.2012:

1. Hausaufgaben ergänzen den Unterricht und unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. Je nach Altersstufe, Schulform, Fach und Unterrichtskonzeption kann die Hausaufgabenstellung insbesondere auf

  • die Übung, Anwendung und Sicherung im Unterricht erworbener Kenntnisse, Fertigkeiten und fachspezifischerTechniken,
  • die Vorbereitung bestimmter Unterrichtsschritte und -abschnitte oder
  • die Förderung der selbstständigen Auseinandersetzung mit Unterrichtsgegenständen und frei gewählten Themenausgerichtet sein.
    4. Bei der Stellung von Hausaufgaben ist die Schülerteilnahme am Nachmittagsunterricht zu berücksichtigen. Richtwerte für den maximalen Zeitaufwand zur Erstellung von Hausaufgaben außerhalb der Schule sind
  • im Primarbereich: 30 Minuten,
  • im Sekundarbereich I: 1 Stunde,
  • im Sekundarbereich II: 2 Stunden.(RdErl. d. MK v. 22.3.2012 – 33-82100 (SVBl. 5/2012 S.266) – VORIS 22410 – )An der Domschule gelten folgende Regeln im Umgang mit Hausaufgaben: Hausaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil des Lernens, denn
    •  sie erwachsen aus dem Unterricht und werden sinnvoll darin eingebunden.
    •  sie werden in geeigneten Lernphasen in unterschiedlicher Form eingesetzt und gewürdigt.
    •  sie können der Vorbereitung oder der Wiederholung/Vertiefung von Lerninhalten dienen.
    •  sie sollen selbständig von den Schülerinnen und Schülern erledigt werden.
    •  sie unterstützen das individuelle Lernen.
    •  können individuell unterschiedlich sein, um der Differenzierung zu dienen und dieverschiedenen Leistungsniveaus zu berücksichtigen.
    •  sie fördern selbständiges Lernen, Planen und Organisieren von Lernprozessen.
    •  sie werden zwar nicht benotet, dienen aber „indirekt“ der Verbesserung von Leistungen undkönnen eine bessere Mitarbeit im Unterricht ermöglichen.

Weil dieses wichtige Bausteine des Lernens sind, legt die Domschule großen Wert darauf, dass die Hausaufgaben sorgfältig und gewissenhaft angefertigt werden.

 

Hausaufgaben im Ganztag

• An Ganztagen der Oberschulklassen erfolgen keine Hausaufgaben vom langen Tag auf den folgenden Tag.

Hausaufgaben in der Ganztagsklasse

  • Die Hausaufgaben werden ersetzt durch Aufgaben im Wochenplan, die möglichst während der SLZ- Stunden erledigt werden.
  • Die Aufgaben des Wochenplans werden von den jeweiligen Fachlehrern kontrolliert und in den Unterricht integriert.
  • Wiederholdendes Üben, Lernen von Vokabeln oder Vorbereitungen von Klassenarbeiten sind außerhalb der Unterrichtszeit notwendig.
  • Sollte ein Schüler durch eigenes Verschulden seinen Wochenplan nicht vollständig erledigen (Langzeitfach zweimal, Kurzzeitfach dreimal), muss er diesen freitags in der 7. Stunde nacharbeiten, um den Anschluss an die Klasse nicht zu verlieren. Vorher erhält er die Gelegenheit, die Aufgaben zu Hause zu bearbeiten.

Erwartung an die Eltern:

  • Die Eltern sollen Interesse für die Arbeit ihrer Kinder in der Schule zeigen.
  • Dazu gehört auch die Kontrolle der Erledigung der Hausaufgaben oder des Wochenplans. Dieses solljedoch keine inhaltliche Kontrolle oder gar Nacharbeit sein, da die Lehrerin / der Lehrer auf diese Weisekeine Rückmeldung über den Leistungsstand seiner SchülerInnen erhält.
  • Auch Rückmeldungen über Umfang und Dauer der Hausaufgaben sind eine wichtige Information für dieLehrerin / den Lehrer.
  • Bei Information zur wiederholten Nichterledigung werden die Eltern gebeten, umgehend zu reagieren,damit eine gemeinsame Lösung erarbeitet werden kann.
  • Das erfordert ebenfalls eine Zusammenarbeit auf der Konsequenzebene.
  • Der Schülerplaner dient als Hausaufgabenheft und gleichzeitig als verbindliches Kommunikationsmittelmit den Eltern, über das kurze Informationen gegenseitig ausgetauscht werden können.
  • Zu Beginn eines Schuljahres wird das Thema „Hausaufgaben“ auf einem Elternabend thematisiert.

    Konsequenzen bei Nichterledigung:

  • Hat eine Schülerin / ein Schüler in einem Unterrichtsfach dreimal innerhalb eines Halbjahres seine Hausaufgaben nicht erledigt, erhalten die Eltern eine Information.
  • Werden in der folgenden Unterrichtsstunde des entsprechenden Faches die Hausaufgaben nicht vollständig vorgezeigt, muss die Schülerin / der Schüler in der nächsten Hausaufgabenbetreuung „nachsitzen“:

o zur Nacharbeit.

o zur Bearbeitung der aktuellen Hausaufgaben.

  • Kommt es weiterhin zu unregelmäßig angefertigten Hausaufgaben, findet ein beratendes Gespräch mit den Eltern statt. Eine weiterführende Maßnahme kann die Verpflichtung zur Teilnahme an der Hausaufgabenbetreuung sein.
  • Der Schülerplaner dient als verbindliches Kommunikationsmittel mit den Eltern.
  • Die Anfertigung der Hausaufgaben wird in der Note zum Arbeitsverhalten berücksichtigt.

    Hausaufgabenbetreuung am Dienstag und Donnerstag:

  • Nicht alle Schülerinnen und Schüler haben zu Hause die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben in Ruhe oder mit Unterstützung zu erledigen. Andere Schülerinnen und Schüler arbeiten gerne mit ihren Klassenkameraden gemeinsam an den gestellten Aufgaben. Deshalb bietet die Domschule an verschiedenen Tagen eine Hausaufgabenbetreuung an. In jeweils 90 Minuten (8./9.Stunde) werden die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 – 7 an diesen Tagen von Fachehrkräften betreut und gegebenenfalls unterstützt.

  • HaBe soll höchstens in halber Klassenstärke erfolgen.
  • Ideal wäre eine Schülergruppe von höchstens 45 Schülern, betreut von drei Lehrern.
  • Die Lehrer arbeiten kooperativ, d.h. die Schüler werden sinnvoll aufgeteilt. (Z.B. Betreuung für kooperativ arbeitende Schüler, Betreuung einer Silentium-Gruppe)
  • Die HaBe stellt keinen Nachhilfeunterricht dar, wohl aber eine Arbeitszeit, in der die Schüler konzentriert ihre Aufgaben erledigen.
  • Wenn ein Schüler vor Ende der HaBe seine Aufgaben vollständig erledigt oder seine dafür notwendigen Materialien nicht mitgebracht hat, erhält er von den anwesenden Lehrern zusätzliche Aufgaben, die anschließend überprüft werden.
  • Zwischen Stillarbeitsphasen und Phasen des sozialen Miteinanders sollte gewechselt werden können.
  • Die Hausaufgabenbetreuung sollte räumlich getrennt vom regulären Unterricht erfolgen, da sonst durch Raumwechsel oder Pausen häufig Störungen stattfinden.